Tipp: Saily – eSIM-Datentarife für internationale Reisen

Innerhalb der EU wurden die sogenannten Roaming-Gebühren, die anfielen, wenn man sein Smartphone im europäischen Ausland genutzt hat, Gott sei Dank schon vor einigen Jahren abgeschafft. Für Reisen außerhalb der EU gilt dies aber freilich nicht, so dass man bei seinem Provider entsprechende Pakete hinzubuchen muss, wenn man beispielsweise mobile Daten auf seinen internationalen Reisen nutzen möchte. Deutlich günstiger fährt man allerdings in der Regel, wenn man sich stattdessen für den Reisezeitraum mit einer SIM-Karte eines lokalen Anbieters ausstattet. Die meisten modernen Smartphones verstehen sich inzwischen auch auf die sogennante eSIM, also die elektronische Variante einer klassischen SIM-Karte, die sich oftmals auch zusätzlich zur primären SIM-Karte auf das Handy laden lässt. Auf diese Weise bleibt man beispielsweise unter der gewohnten heimischen Telefonnummer erreichbar und nutzt die günstigere Datenverbindung der lokalen eSIM.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern, die die eingangs angesprochene eSIM für die allermeisten Länder der Welt im Angebot haben. Der von mir bevorzugte Anbieter Saily ist zwar noch vergleichsweise jung, hat jedoch mit NordVPN ein Unternehmen im Rücken, welches schon seit Jahren zu den Marktführern für VPN-Verbindungen und sonstige Sicherheitsfunktionen im Internet gehört. Die Erfahrung ist dort also in jedem Fall vorhanden und dementsprechend funktioniert auch Saily nicht nur äußerst zuverlässig, sondern auch extrem simpel.

Im ersten Schritt gilt es, sich die kostenlose Saily-App (iOS App Store || Google Play Store) auf das Smartphone zu laden. Nachdem man sich darin registriert hat, kann man aus einer schier endlos langen Liste das gewünschte Reiseland auswählen, für das man die eSIM buchen möchte. Für die unterschiedlichen Länder gibt es dann jeweils verschiedene Pakete aus denen man wählen kann. Diese unterscheiden sich unter anderem in der Laufzeit, des Inklusivvolumens und natürlich des Preises. Für die USA stehen beispielsweise die folgenden Pakete zur Auswahl.

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Nach der Auswahl des passenden Pakets folgt dann noch die Bezahlung, die man wahlweise per PayPal, Apple Pay, Google Pay oder Kreditkarte abwickeln kann. Direkt im Anschluss kann man dann die gebuchte eSIM auf seinem Gerät installieren und aktivieren. Dazu folgt man einfach den Anweisungen auf dem Display. Im Zweifel stellt Saily aber auch entsprechend bebilderte Anleitungen für iOS und für Android bereit.

Anschließend sollte man sich in jedem Fall auch noch ans Finetuning in den Einstellungen machen, um sicherzustellen, dass man im Ausland auch wirklich über die gebuchte eSIM online ist. An dieser Stelle kann ich nur vom iPhone berichten, gehe aber davon aus, dass die Einstellungen unter Android zumindest ähnlich ablaufen werden. Auf dem iPhone begibt man sich in die Mobilfunkeinstellungen, wo man die herkömmliche SIM-Karte aus dem Heimatland als primäre und die neue eSIM als sekundäre Karte vorfindet. Die herkömmtliche Telefonie (Standardleitung) weist man hier wie gewohnt der eigenen Mobilfunknummer (primär) zu, während man die mobilen Daten der eSIM (sekundär) zuweist. Die Option „Wechseln mobiler Daten erlauben“ sollte man dabei deaktiviert lassen.

Selbstverständlich kann man jederzeit argumentieren, dass man auch im Ausland inzwischen oftmals an allen Ecken und Enden offene WLAN-Netzwerke findet, die man nutzen kann, um online zu gehen. Hiervon rate ich allerdings dringend ab! Man weiß schließlich nie, wer diese Netzwerke betreibt und welche Daten bei der Nutzung mitgeschnitten werden. Auch ich könnte mich beispielsweise bei Starbucks an einen Tisch setzen, eine Fritzbox unter den Tisch stellen und sie das WLAN „Starbucks Free WiFi“ ausstrahlen lassen. Die Nutzung des Mobilfunknetzes ist da schon deutlich sicherer.

Wenn man eine Kritik am Saily-Angebot äußern möchte, dann daran, dass es an jeglichen Infor­mationen dazu fehlt, welches Mobil­funk­netz man im Ausland nach der Buchung nutzt. Hier gibt Saily lediglich zu Protokoll, dass man die „besten Netze“ zur Verfü­gung hat. Dies muss man allerdings wohl eher als subjektive Einschätzung sehen.

Wichtig ist zudem zu erwähnen, dass es sich bei den Paketen um reine Datentarife handelt, man also keine zusätzliche Telefonnummer erhält und dementsprechend auch nicht im klassischen Mobilfunknetz telefonieren kann. Selbstverständlich kann man die Datenverbindung aber nutzen, um beispielsweise per WhatsApp zu telefonieren. Da man für die Aktivierung des Tarifs eine Datenverbindung benötigt, sollte man diese bereits vor dem Reise­antritt durchführen. Alternativ kann man natürlich im Zielland auch beispielsweise das oftmals angebotene WLAN am Flughafen nutzen, um das Paket zu aktivieren.


Fazit

Musste man früher noch mühsam die SIM-Karte im Smartphone tauschen, wenn man im Ausland einigermaßen günstig über das Mobilfunknetz online gehen wollte, ist dies dank der eSIM-Unterstützung auf den meisten aktuellen Geräten heutzutage deutlich einfacher geworden. Über die Saily-App kann man hierzu kinderleicht den passenden Tarif buchen und direkt auf dem Smartphone installieren. Die Tarife sind fair, der Anbieter seriös und die Anwendung absolut intuitiv. Für meine internationale Reisen ist Saily der Anbieter meiner Wahl wenn es um die bedarfsbezogene Buchung von eSIMs geht.

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